Roasters & Baristi - Teamwork

Drei Wochen, elf Röstereien und mehr als 50 Baristi - das Kooperationsprojekt Roasters & Baristi brachte in diesem Sommer Kaffeespezialisten aus Deutschland und der ganzen Welt zusammen. Im Hamburger Restaurant Trific betrieben sie eine gemeinschaftliche Kaffeebar.

(Artikel aus Coffee Business 07/11, Text: Hannah Welp)

Fachlicher Austausch, gemeinsame Experimente, öffentlichkeitswirksames Auftreten und die Weiterentwicklung der deutschen Spezialitätenkaffeeszene – so lauten die Ziele des Projektes Roasters & Baristi.

Als Vorbild dient die Nordamerikanische Initiative Coffee Common, die auf Kooperation statt Konkurrenz setzt. Die noch junge Plattform bietet Röstern und Baristi einen Rahmen, um sich gemeinsam für hochwertigen Kaffee einzusetzen – zum Beispiel durch Pop-up-Bars auf Events und Messen.

 

„Das können wir auch!“ dachten sich Andreas „Pingo“ Felsen (Quijote Kaffee, Hamburg) und Mario Joka (roestbar, Münster) während einer gemeinsamen Kaffeereise. Im fernen Jamaika beschlossen sie, den Kooperationsgedanken nach Deutschland zu bringen.

Ihre Idee für das Pilotprojekt:

Eine gemeinsame Kaffeebar, in der versierte Baristi den Espresso und Filterkaffee engagierter Kleinröster ausschenken.Gesagt, getan:
Vom 15. Juli bis zum 6. August 2011 gaben sich im Hamburger Restaurant Trific unzählige Röster und Baristi die Klinke in die Hand. Elf Röstereien lieferten jeweils einen Espresso und einen Filterkaffee. Im Wechsel kamen regelmäßig andere Espressobohnen in die zwei Mühlen. Für die Zubereitung stand eine Dalla Corte DC Pro bereit. An der Filterkaffeebar konnten Interessierte frei zwischen verschiedenen Röstungen und Filtermethoden wählen. Für die einwandfreie Zubereitung sorgten Baristi aus dem In- und Ausland, darunter Branchengrößen wie Nana Holthaus-Vehse, Thomas Schweiger und Nora Šmahelová.

Unterstützung kam auch von Sponsoren. Unternehmen wie Bestbrew, Mahlkönig, BWT, IFBI und Kahla stellten Brühequipment, Mühlen, Wasserfilter, To-go- Becher und Porzellan. Andere trugen durch Mietzuschüsse, mitgebrachte Espressomaschinen oder finanzielle Spenden zum Gelingen bei. Neben dem Kaffeeausschank regten allerhand Veranstaltungen und Seminare zum Nachdenken und Diskutieren an.

Teil des Programms waren Cuppings, Barista-Jams und Kaffeeschulungen. Abends servierten die Kitchen Guerilla und Oliver Trific wechselnde Menüs – natürlich zum Thema Kaffee.

Fokus auf Filter. Besondere Aufmerksamkeit erregte die zentral platzierte Brew Bar. 14 verschiedene Filtermethoden konnten die Veranstalter hier versammeln, darunter Aeropress, Chemex und diverse Hario-Apparaturen (Woodneck,Syphon mit Infrarotplatte, Cold Water Coffee Dripper).

 

Über die breite Auswahl freuten sich auch die Baristi, denn sie konnten ausgiebig mit den Zubereitungsmethoden experimentieren.
„Selbst den besten Baristi Deutschlands fehlt hier teilweise die Erfahrung“, sagt Felsen. Mit Blick auf das rege Interesse ist er sich sicher: „Handwerklich zubereiteter Filterkaffee wird sich in Deutschland durchsetzen – zumindest innerhalb der Branche.“ (...)

Zu Roasters and Baristi

Tags: Presse
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.