Nachhaltig - aber nicht zertifiziert

Wir werden immer wieder gefragt, warum wir nicht Fairtrade zertifiziert sind. Das liegt natürlich NICHT daran, das wir keinen fair gehandelten Kaffee verkaufen, sondern dass wir unsere eigene Idee von fairem Handel haben.

In der Coffee Business 5/2012 (Aug-Sep) ist ein interessanter Artikel zu diesem Thema. (Autorin H.Welp). Hier ein paar Auszüge und Kommentare von Heiko Rehorik, dem Generalsekretär der Deutschen Röstergilde.

"Faitrade, Utz, Rainforest Alliance: Siegel gibt es viele. Nicht jedes nachhaltige Kaffeeunternehmen lässte seine Bohnen jedoch zertifizieren. Coffee Business zeigt, welche Alternativen es gibt, wie diese funktionieren und wie man nicht-zertifizierte Nachhaltigkeit am besten kommuniziert. (...) Auch für Mitglieder der Deutschen Röstergilde kommt Qualität vor Quantität "Gängige Fair-Trade-Siegel sind etwas für die Industrie", sagt Heiko Rehorik,Generalsekretär der Gilde, "aber nicht für kleine Röster. Wir können mehr." Neben diversen Röstvorgaben zählen daher auch Rohkaffee-Minimalvoraussetzungen zu den Aufnahmekriterien der Vereinigung: Wer Mitglied werden möchte muss sich verpflichten, ausschließlich Rohkaffee höchster Qualität zu angemessenen Preisen einzukaufen. (...)

Neben einem Fokus auf Qualität gehört auch ein enger Kontakt zu den Kaffeeproduzenten im Ursprung zu den Grundpfeilern der neuen Fair-Trade-Generation. (...) Und auch die Deutsche Röstergilde pflegt direkte Kontakte in den Ursprung. "Unsere Mitglieder reisen regelmäßig auf die Plantagen unserer Kooperationspartner", sagt Rehorik, "um die Ernten zu begutachten und beste Bohnen zu ordern." (...) Auch die Röstergilde macht den herkömmlichen Zertifizierern Konkurrenz und positioniert das eigene Logo als Siegel. "Unser Siegel steht für mehr als fairen Handel, vor allem aber für Qualität."

Regelmäßig vergibt die Gilde zudem Medaillen. Die besten Bohnen der Mitglieder erhalten Gold-, Silber- und Bronze-Auszeichnungen, welche die Röster wiederrum für die eigenen Werbe- und Kommunikationszwecke nutzen können. "Es ist wichtig, das Thema Kaffequalität publik zu machen", sagt Rehorik. "Unser Ziel ist es, immer mehr deutsche Konsumenten von hochwertigem Spezialitätenkaffee zu überzeugen."

Die Rechnung scheint so simpel wie genial: Zahlen mehr Kaffeetrinker höhere Preise für bessere Qualität, kaufen Röster bzw. Importeure immer mehr Bohnen zu angemessenen Preisen ein, was wiederum den Kaffeebauern im Ursprung zugute kommt."

Den kompletten Artikel gibt es hier: Nachhaltig-aber nicht zertifiziert

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